Datum: Dienstag, 19. Januar 2021

 

Pünktlich zum Fest der Heiligen ist die geschmückte und beleuchtete Statue durch Pastor Ralf-Matthias Willmes eingeweiht worden.

Die Pfarrkirche in Thomm ist und war schon immer dem hl. Paulus und der hl. Barbara geweiht. Im Bestand- und Lagerbuch der Kirche von Thomm werden bereits 1831 diese beiden Figuren genannt, es sollen zwei alte Holzfiguren aus der Barockzeit gewesen sein.

Die Idee zu einer neuen Figur hatte der Heimat- und Verkehrsverein bei den Vorbereitungen zum 50jährigen Bestehen der Kirche im Jahr 2015. Die passende Barbarastatue aus Terracotta wurde von Michael Stolz beim Antiquitätenhändler Hans-Jörg Kottmeier in Trier entdeckt. Die 120 Jahre alte und 1,50m hohe Figur war noch bestens erhalten und sah der alten Barbarafigur sehr ähnlich, die bis 1945 in der alten Pfarrkirche gestanden hat; wurden doch beide um 1900 vom gleichen Händler Carl Walter aus Trier hergestellt. Finanziert wurde die 2000 € teure Statue von vielen Privatspendern, der Bergmannskapelle Thomm, dem Jugendclub und vom Heimat- und Verkehrsverein.

In Judith Höllen aus Osburg fand man eine Restauratorin, die mit viel Liebe in zahlreichen Arbeitsstunden die Statue  restaurierte und zu diesem Schmuckstück hat werden lassen und das alles auch noch, ohne dafür ein Honorar zu verlangen.

Der Kelch, den die Heilige in der rechten Hand hält, symbolisiert die Sterbekommunion und kennzeichnet sie so als Sterbepatronin. Der Palmzweig in der linken Hand bezeugt, dass sie wegen ihres Glaubens verfolgt und getötet wurde. Zu ihren Füßen der dreifenstrige Turm, das bedeutendste Bestimmungsmerkmal der hl. Barbara als Symbol für ihre Kerkerhaft. Er vereinigt zeichenhaft die drei Bauwerke, die im Leben der Heiligen eine Rolle gespielt haben: der Wohnturm, in dem Barbara von ihrem Vater eingemauert worden war, das Badhaus, in das Barbara drei Fenster als Zeichen ihrer Verehrung der Heiligen Dreifaltigkeit hatte brechen lassen und das Gefängnis, in dem die junge Frau ihr Martyrium erleiden musste

Vor ein paar Tagen haben Matthias Merges und Manuel Tengler jetzt die  Schiefersockel in die Altarrückwand eingebracht und unsere Kirchenpatronen an ihre entgültigen Plätze gestellt und das alles ehrenamtlich.

Der hl. Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, wird in Thomm eine besondere Bedeutung beigemessen. Damit soll die jahrhundertealte Bergbautradition weiter gefördert und lebendig erhalten werden.

(nach Sabine Ganz, TV)

 

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